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Deutschland geht auf Nummer sicher

Die Deutschen gehören zu den größten Bedenkenträgern, wenn es um die nationale, finanzielle, technologische und persönliche Sicherheit geht und sie erreichen mit einem „Unisys Security Index“ von 160 den höchsten Wert in Europa und den fünfthöchsten Wert weltweit.

 

Die Deutschen haben europaweit die größten Sicherheitsbedenken, wenn es um die nationale, finanzielle, technologische und persönliche Sicherheit geht. Im weltweiten Vergleich liegt Deutschland auf Rang fünf hinter Brasilien sowie den asiatischen Staaten Hongkong, Malaysia und Singapur. Dies ist das zentrale Ergebnis der weltweiten Studie „Unisys Security Survey and Index“, die Unisys gemeinsam mit dem US-amerikanischen Institut ICR (International Communication Research) durchgeführt hat. Für die Studie erkundigte man sich bei den Befragten beispielsweise nach ihren Bedenken, was die innere Sicherheit angeht oder wie viel Angst sie vor Epidemien haben, ob sie einen Kreditkartenmissbrauch befürchten oder wie sie die Internetsicherheit und den Schutz der persönlichen Daten einstufen. Insgesamt nahmen über 13.000 Menschen weltweit in 14 Ländern an der Studie teil. In den sieben europäischen Ländern Belgien, Frankreich, Italien, Niederlande, Spanien, Großbritannien und Deutschland wurden rund 6.500 Menschen telefonisch befragt, 942 davon in Deutschland.

 

Sicherheit ist Trumpf in Deutschland

Für die Studie „Unisys Security Survey and Index“ hat Unisys den „Unisys Security Index“ definiert, der als Maß für die Sicherheitsbedenken von Verbrauchern dient. Der Unisys Security Index reicht von 0 bis 300, wobei 0 für „keine Bedenken“ und 300 für „extreme Bedenken“ steht. Auf dieser Skala erzielt Deutschland mit 160 den europäischen Spitzenwert – weltweit führend ist Brasilien mit einem Wert von 188. Selbst die US-Amerikaner haben mit einem Wert von 151 weniger Sicherheitsbedenken als die Deutschen und die geringsten Werte für den Unisys Security Index erzielen die Italiener mit 90 und die Franzosen mit 83. Der weltweite Durchschnittswert beträgt 134, der europaweite Mittelwert 116.

 

Herunter gebrochen auf die vier Bereiche nationale, finanzielle, technologische und persönliche Sicherheit zeigt sich, dass sich die Menschen weltweit vor allem um ihre Finanzen Sorgen machen – der globale Financial Security Index erreicht 149. In Deutschland liegt der Financial Security Index bei 157 – in Hongkong wurde ein weltweiter Spitzenwert von 206 erreicht. Interessant ist der deutliche Unterschied zwischen der Angst, dass man Opfer eines Kreditkartenmissbrauchs wird und der Angst, dass man die eigenen Schulden nicht bezahlen kann. So befürchten 70 Prozent der Deutschen, dass jemand ihre Kreditkarte missbrauchen könnte, aber nur 30 Prozent machen sich Sorgen darüber, ob sie ihren eigenen finanziellen Verpflichtungen nachkommen können.

 

Angst vor Epidemien und vor Missbrauch der eigenen Daten ist groß
In Deutschland erreicht der National Security Index mit 167 den höchsten Wert und liegt damit noch vor den USA, für die ein Wert von 160 ermittelt wurde. Führend ist Brasilien mit einem National Security Index von 202, am sichersten fühlen sich die Franzosen mit einem Wert von 71. Vor allem die Angst vor Epidemien oder Pandemien ist bei den Deutschen groß – insgesamt 54 Prozent sind sehr besorgt darüber, dass wir von einer Seuche heimgesucht werden. In Ländern wie Frankreich sind es hingegen nur 21 Prozent und in den Niederlanden gar nur 15 Prozent. Weltweit erreicht Hongkong mit 215 den höchsten Security Index bei der Frage, ob man Angst vor einer Epidemie habe. Der deutsche Wert liegt bei 174 und die USA erzielt 142. Die geringsten Werte haben Neuseeland mit 103 sowie Frankreich mit 75 und die Niederlande mit 74.

 

Was die eigene Person betrifft, äußerten sich über drei Viertel der befragten Deutschen sehr besorgt darüber, dass andere unerlaubten Zugriff auf persönliche Daten haben könnten und diese missbrauchen. Im europaweiten Vergleich fürchten sich davor im Durchschnitt nur etwa die Hälfte und in Italien sogar weniger als 30 Prozent der Bürger. Weltweit erzielt Hongkong mit einem Personal Security Index von 202 den Spitzenwert, gefolgt von Brasilien, Malaysia und Singapur. Der deutsche Personal Security Index liegt bei 160, am wenigsten Angst um die eigene Person oder die eigenen Daten machen sich Italiener und Franzosen mit einem Index von 80 beziehungsweise 77.

 

Gefahr des Internets wird eher als gering eingestuft

Am wenigsten Sicherheitsbedenken haben die Menschen beim Thema Technologie und dem Einsatz des Internets: Weltweit liegt der Internet Security Index bei 120 und in Deutschland bei 154. Angst vor einem Angriff mit Viren, Spyware und Spam haben 50 Prozent der befragten Deutschen, der europaweite Schnitt liegt bei 35 Prozent. Was die Sicherheit beim Einkauf oder den Bankgeschäften über das Internet angeht, äußerten sich 44 Prozent der Deutschen sehr besorgt. Außer Deutschland hat weltweit nur noch Brasilien einen Internet Security Index von über 150, am sichersten im Internet fühlen sich mit Werten von 64 beziehungsweise 81 erneut Italiener und Franzosen.

 

„Unsere Studie zeigt, dass Sicherheit ein hohes Gut für die Menschen ist, das es zu schützen gilt“, sagt Dietrich Schmitt. „Mit dem Unisys Security Index haben wir ein Maß für wesentliche Elemente von Sicherheit, das aufzeigt, worüber und in welchem Ausmaß die Menschen besorgt sind. Das hilft auch die Unterschiede und Beweggründe beiderseits des Atlantiks besser zu verstehen und dient letztendlich auch dazu, passende Sicherheitskonzepte und -lösungen zu entwickeln.“

 

Der Unisys Security Index

Der Unisys Security Index wird dreimal pro Jahr aktualisiert und liefert Einblicke in die Einstellungen von Verbrauchern weltweit zu einer Reihe von Sicherheitsfragen. Der Security Index wird in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Institut International Communications Research (ICR) erhoben.

 

 

Deutsche Ergebnisse im Detail Whitepaper über die deutschen Ergebnisse der umfrage vom September 2007
Info's zum Unisys Security Index Detailergebnisse anderer Länder finden Sie hier