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Erfolgreiche Optimierung der IT-Infrastruktur bei den Kölner Verkehrs-Betrieben

 

Die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) ist das viertgrößte öffentliche Verkehrsunternehmen der Bundesrepublik Deutschland. Mit Bussen und Bahnen auf circa 60 Linien sind jeden Tag über 800.000 Menschen in Köln und Umgebung unterwegs. Dieses Fahrgastaufkommen bewältigt die KVB mit rund 380 Bahnen und 230 Bussen. Auf den Betriebshöfen und in den Werkstätten, in der Verwaltung und in den Fahrzeugen des Unternehmens sind mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

 

Im Jahr 1986 hatten sich die KVB und mehrere Verkehrsunternehmen der Region zum Verkehrsverbund Rhein-Sieg zusammengeschlossen. Seitdem können die Fahrgäste einheitliche Tarife und optimale Verbindungen nutzen. Außerdem lassen sich Verbindungsinformationen und Fahrkarten bequem per Internet und Handy abrufen.

 

Neben der IT-Integration steht auch das Thema Web oben auf der KVB-Agenda. Bereits heute kann sich der Kunde sein Ticket per Handy lösen. Das zugehörige Server-System ist auf Basis von RTI realisiert, ebenso wie der Server für das KVB-Angebot Ticket2Print, mit dem ein Kunde sich den Fahrschein über das Internet kaufen und ausdrucken kann. Ein weiterer virtueller Server realisiert die Ausstattung der Abonnements-Kunden mit dem Chipticket. Im Bereich Busverkehr führt die KVB ein System für eine  Fahrzeug-Identifikation auf RFID-Basis ein. Damit soll die Fahrzeug-Disposition optimiert werden, um beispielsweise Ein- und Ausfahrten oder Aufstellfläche zu sparen.

 

Weitere hoch integrierte und zunehmend webbasierte Dienstleistungen für private wie geschäftliche Kunden werden sukzessive neu entwickelt und eingeführt. Diesen komplexen Service erbrachte die KVB ursprünglich mit einer gewachsenen und sehr heterogenen IT-Infrastruktur. Die Skalierbarkeit von Rechenleistung war auf den vorhandenen dedizierten Systemen nicht gegeben. Hoher Administrationsaufwand, hohe Wartungskosten und geringe Transparenz bei hoher Komplexität waren die Folge. Hinzu kamen hohe Beschränkungen innerhalb der Infrastruktur durch unterschiedliche Release-Stände und verschiedene Lizenzmodelle.

 

In weniger als 18 Monaten überführte das Team von KVB und Unisys alle IT-Systeme und Applikationen in eine übersichtliche ES7000-Umgebung, von 29 Serversystemen mit 69 CPUs auf nur noch 2 Server. Heute verfügt das Kölner Unternehmen über performante Cluster-Technologie im Microsoft-Umfeld. Die zwei neuen Datacenter-Server bieten Hochverfügbarkeit in Kombination mit Intel-Technologie, haben einen geringen Administrationsaufwand und sie sind nahtlos in die bestehende SAN-Umgebung eingebunden.

 

Einsparpotenzial realisiert

Das Zusammenfassen der Datenbank-Lizenzen brachte eine erhebliche Harmonisierung der Lizenzen und Release-Stände – bei deutlich reduziertem Wartungs- und Pflegeaufwand. Auch das einfachere und einheitlichere Handling der Backup-Lizensierung führte zu niedrigeren Lizenzkosten. Beides ermöglichte zudem einen unternehmensweiten Ansatz für das Lizenz-Management. So kann die KVB ihre Software-Kapazitäten auch in Zukunft problemlos erweitern oder zurückfahren und damit Kosten flexibel halten.

 

Erfolgreiche Weichenstellung

Auf der neuen, skalierbaren Hardware lassen sich eine Vielzahl virtueller Server installieren. Mit Virtualisierung macht die KVB gute Erfahrungen. Schon heute wurden mehr als zehn zusätzliche Serversysteme als virtuelle Server abgebildet, die bei Projektstart noch nicht geplant waren. Sie umfassen unter anderem ein Enterprise Content Management System (ECM) für das derzeitige Großprojekt „Nord-Süd-Stadtbahn“ der KVB im Bereich Streckenbau.

 

Auch für das Speichermanagement zahlt sich der RTI-Ansatz aus. Bereits seit mehreren Jahren hat die KVB im SAN Systeme von EMC im Einsatz und konnte jetzt im Zuge der Server-Konsolidierung im Bereich Speichervirtualisierung neue Wege gehen und Kosten senken. Bei der Speicherzuteilung versorgt die KVB-IT heute hochwertige Anwendungen mit teurem und weniger kritische Anwendungen mit preiswerterem Speicherplatz.

 

Aufgrund der insgesamt guten Erfahrungen und Verbesserungen wird die KVB aus dem Konsolidierungsprojekt einen permanenten Konsolidierungsprozess ableiten.

 

Case Study Die KVB-Fallstudie im PDF-Format